50 Jahre Beratung und Unterstützung für Schwangere: Schwangerschaftsberatung feiert Jubiläum

Dekan Dr. Manuél Ceglarek, Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel, Pfarrer Johannes Neugebauer (Verwaltungsrat), Vorstand Dr. Franz Sedlak, Dr. Beate Kuhn (Verwaltungsrat), Dr. Folko Bührle (Regierung von Oberfranken), Inge Christensen (Diakonie Bayern), Dipl. Psych. Britta Köppen (EKFuL) und Andrea Röderer-Grüner (Leitung der Schwangerschaftsberatung)

Die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen der Diakonie Bayreuth feiert am 20. Mai 2026 ihr 50-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 begleitet sie Menschen in herausfordernden Lebenssituationen rund um Schwangerschaft, Geburt, Familienplanung und Elternschaft – vertraulich, respektvoll und ergebnisoffen.

In fünf Jahrzehnten ist sie für viele Frauen, Paare und Familien zu einem wichtigen Ort des Zuhörens, der Orientierung und der Unterstützung geworden. Im Rahmen eines Festaktes im Kolpinghaus Bayreuth blickten Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Diakonie gemeinsam auf fünf Jahrzehnte engagierter Beratungsarbeit zurück. Neben zahlreichen Gästen nahmen auch ehemalige Mitarbeiterinnen und langjährige Wegbegleiterinnen an der Feier teil – ein sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit mit der Beratungsstelle und ihrer Geschichte.

Vorstand Dr. Franz Sedlak begrüßte die Ehrengäste und erinnerte daran, wie sehr sich Gesellschaft und Beratungsarbeit in den vergangenen 50 Jahren verändert haben. Gleichzeitig betonte er die bleibende Bedeutung der Schwangerschaftsberatung: „Mit Herz, Haltung, Humor und viel Kaffee“ begleite das Team Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sedlak dankte insbesondere den Mitarbeiterinnen für ihre tägliche Arbeit und ihr großes Engagement. Gerade die Mischung aus fachlicher Kompetenz, menschlicher Nähe und Verlässlichkeit mache die Beratungsstelle seit Jahrzehnten zu einem wichtigen Angebot in der Region.

Den Segen sprach Dekan und Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Manuél Ceglarek. Er griff das Bild der kleinen Momo aus dem gleichnamigen Roman von Michael Ende auf – eines Mädchens, das so zuhören könne, dass Menschen sich selbst besser verstehen. Dieses Bild passe in besonderer Weise zur Arbeit der Schwangerschaftsberatung. Unter Bezug auf den Jakobusbrief betonte Ceglarek, dass es bei schwierigen Fragen, Konflikten und existenziellen Entscheidungen darum gehe, Menschen ohne vorschnelles Urteil ernst zu nehmen und gemeinsam Wege sichtbar werden zu lassen. Die Beratungsstelle sehe Menschen ganzheitlich – menschlich, fachlich und nie reduziert auf ihre jeweilige Situation.

Für die Regierung von Oberfranken sprach Dr. Folko Bührle, Bereichsleiter für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Er würdigte die staatlich anerkannte Arbeit der Beratungsstelle und dankte allen Mitarbeitenden für ihre professionelle, geduldige und menschlich zugewandte Arbeit. Schwangerschaftsberatung sei eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die großes Engagement, Zuverlässigkeit und Nähe zu den Menschen erfordere.

Auch Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel gratulierte zum Jubiläum. Er hob hervor, wie wichtig Einrichtungen seien, die Frauen und Familien in Zeiten von Unsicherheit mit Fachwissen und Einfühlungsvermögen begleiten. Gleichzeitig dankte er der Diakonie Bayreuth insgesamt für ihr vielfältiges Beratungsangebot in der Region – verbunden mit dem Wunsch, auch das 100-jährige Jubiläum noch gemeinsam feiern zu können.

Die Leiterin der Beratungsstelle, Andrea Röderer-Grüner, gab in ihrem Beitrag einen historischen Rückblick auf die Entwicklung der Einrichtung. Sie dankte den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle ebenso wie den zahlreichen Abteilungen und Unterstützerinnen innerhalb der Diakonie Bayreuth, die die Arbeit seit vielen Jahren begleiten und unterstützen.

Einen fachlichen Impuls gab Britta Köppen, Diplom-Psychologin und Fachreferentin der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL). In ihrem Vortrag „Unterstützung, wenn es drauf ankommt – die Bedeutung der Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung“ beleuchtete sie die gesellschaftliche Relevanz niedrigschwelliger Beratungsangebote sowie die Bedeutung sexueller Bildung. Der Vortrag bot den Gästen einen kurzweiligen und interessanten fachlichen Einblick in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Beratungsarbeit.

Den feierlichen musikalischen Rahmen gestaltete das Violinen-Duo Evgenia Stelmakh und Valeria Tabakayev, das die Veranstaltung mit seinen musikalischen Beiträgen stimmungsvoll und festlich begleitete.

Beim anschließenden Tag der offenen Tür nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, die Räumlichkeiten der Beratungsstelle kennenzulernen, mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und einen Einblick in die vielfältige Beratungsarbeit zu erhalten. So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Rückblick auf 50 Jahre engagierter Unterstützung, sondern auch zu einem Zeichen der Wertschätzung für die Menschen, die diese Arbeit Tag für Tag mit Fachlichkeit, Empathie und großem persönlichem Einsatz gestalten.

Finden Sie hier allgemeine Informationen zur Historie, den Aufgaben und des Angebots der Berattungsstelle: Pressetext zum Jubiläum 50-Jahre Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen.

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