Auf einen Blick
02.06.2017

Frisch ans Werk mit „Lebenswerk“

Neuer Name für die Werkstätten der Diakonie Bayreuth

v. l. n. r. Hartmut Springfeld (Geschäftsführer Werkstätten für behinderte Menschen gGmbH der Diakonie Bayreuth), Karl Pfeiffer (Vorsitzender Werkstattrat Werkstätten für behinderte Menschen gGmbH der Diakonie Bayreuth), Magdalena Lammel (Agentur Blue Frog), Dr. Franz Sedlak (Vorstand Diakonie Bayreuth)

 

„Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter“, so Hartmut Springfeld, Geschäftsführer der Werkstätten für behinderte Menschen der Diakonie Bayreuth. „Denn sie geben täglich ihr Bestes, schaffen einen Mehrwert und tragen maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Sie stehen bei uns im Mittelpunkt und haben einen Anspruch auf einen angemessenen Arbeitsplatz.“ Das diakonische Unternehmen wird künftig einen neuen Namen haben: „Lebenswerk“. Dieser wurde am 1. Juni im Lesecafé Samocca feierlich präsentiert. Dr. Franz Sedlak, Vorstand der Diakonie Bayreuth, Hartmut Springfeld, Geschäftsführer der Werkstätten, und Markenberaterin Magdalena Lammel, Agentur blue frog concept, gaben im Kreis von Geschäftspartnern, Kunden und Mitarbeitern Aufschluss über die Hintergründe, die Entwicklung und das zukünftige Logo. „Mit der Marke Lebenswerk verdeutlichen wir auch namentlich die Kombination aus wirtschaftlichem Erfolg und Wertschätzung unserer Mitarbeiter“, so Geschäftsführer Hartmut Springfeld.

In vielen Aspekten besonders

„Auch wenn wir zu den wichtigsten sozialen Dienstleistern in der Region gehören, so müssen wir auch der Rolle eines wirtschaftlich denkenden Unternehmens gerecht werden“, betont Hartmut Springfeld. Im Zuge der Sozialgesetzgebung und des neu entstandenen Bundesteilhabegesetzes sind an die Werkstätten in Deutschland hohe Anforderungen gerichtet. Hiernach müssen sie ein breites Angebot bereitstellen, um mehrere Aufgaben zu erfüllen: Dazu gehören eine angemessene berufliche Bildung, das Weiterentwickeln der Persönlichkeit sowie der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. „Und das ist gut so, wir kommen diesen Anforderungen gern nach“, ergänzt Springfeld. „Denn auch Menschen mit Behinderungen möchten einen Arbeitsplatz, an dem sie ihre Stärken einbringen und Wertschätzung erfahren.“ Damit diese gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden können, müssen sich die Werkstätten neu aufstellen, organisieren und Prozesse optimieren. „Genau das bewerkstelligt das Team von Herrn Springfeld erfolgreich bereits seit vielen Jahren“, lobt Vorstand Dr. Franz Sedlak. „Sie arbeiten stetig daran, ihren 600 Mitarbeitenden Arbeitsplätze zu bieten, die ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen entsprechen. Auf diesem Weg schaffen sie Lebensqualität und erzielen darüber hinaus wirtschaftliche Erfolge. Nicht umsonst gehören die Werkstätten zu den umsatzstärksten Unternehmen in der Diakonie Bayreuth. Sie haben sich als zuverlässiger Partner für Industrie und Handwerk etabliert.“

Von innen nach außen

„Wir mussten feststellen, dass der reine Unternehmensname ‚Werkstätten für behinderte Menschen’ unserem Anspruch und unserer Besonderheit nicht mehr gerecht wird. Denn wir haben eben nicht nur die Werke in Bayreuth und Melkendorf“, resümiert Springfeld. Zum Unternehmen gehört auch das Samocca-Café und zahlreiche Kooperationen, die den Mitarbeitern eine Tätigkeit außerhalb der klassischen Werkstatt ermöglichen. Diese Vielfältigkeit soll nach außen getragen werden. Aus diesem Grund entschloss sich der Geschäftsführer des diakonischen Unternehmens für die Einführung einer Marke. Einige andere Werkstätten sind bereits den Weg gegangen: Sie haben sich umbenannt und den Namen ihres Ortes, Gründers oder einer wichtigen Persönlichkeit angenommen. Mit dem neuen Markennamen „Lebenswerk“ in den Bayreuther und Kulmbacher Werkstätten will man sich zudem ganz bewusst von dem Begriff „behindert“ trennen: „Wir können uns durchaus mit anderen Dienstleistern in puncto Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit messen. Dass unsere Mitarbeiter über körperliche und geistige Handicaps verfügen, hat keinerlei Einfluss auf unsere Produkte und Dienstleistungen.“

Ganzheitlicher Markenname: Lebenswerk

Für die inhaltliche Konzeption und das Erarbeiten des Namens „Lebenswerk“ holte der Geschäftsführer die Marktredwitzer Agentur blue frog concept und deren Markenberaterin Magdalena Lammel dazu. „Leider ist in unserer Gesellschaft der Begriff ‚behindert‘ weiterhin sehr negativ besetzt. Das hat zur Folge, dass die Mitarbeiter sich nicht trauen, in ihrem Umfeld von ihrer Arbeitsstelle zu sprechen“, so Lammel. Der neue Markenname sollte sich demnach nicht nur für die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern eignen – sondern auch als positive Arbeitgebermarke für bestehende und künftige Mitarbeiter. Hartmut Springfeld ergänzt: „Im Schnitt sind die Mitarbeitenden bereits 14 Jahre bei uns tätig. Wir möchten, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, ihre Fähigkeiten einbringen und weiterentwickeln können. Die Menschen sind jeden Tag stolz auf das, was sie geschafft haben, und nehmen dieses positive Gefühl mit nach Hause. Das macht berufliche Teilhabe aus und spiegelt unser Credo wider: Der Mensch steht im Mittelpunkt.“


Vom Wort zum Bild


Für jedes Unternehmen ist es in der heutigen Zeit von hoher Wichtigkeit, sich positiv am Markt darzustellen. „Dazu gehört nicht nur ein neuer Markenname, sondern auch ein umfassendes, ganzheitliches Corporate Design, das ansprechend und sympathisch auf seine Umwelt wirkt – und das fängt beim Logo an“, erklärt Beraterin Magdalena Lammel. Dieses zeigt den Menschen im Mittelpunkt: „Die hochgerissenen Arme symbolisieren Freude, Tatendrang und die Willkommenskultur im Lebenswerk. Gleichzeitig sind die Arme als OK-Häkchen zu verstehen, mit dem die positive Arbeitsatmosphäre verdeutlicht wird. Die Form des Pinselstrichs nimmt schlussendlich Bezug zur handwerklichen Arbeit.“ Hartmut Springfeld ist vom Logo und dem dahinterstehenden Konzept begeistert: „Es verleiht unserem Außenauftritt einen frischen, positiven Charakter und spiegelt dabei die Ganzheitlichkeit unserer Arbeit wider. “ Auch in Zukunft können sich Kunden und Geschäftspartner auf eine hochwertige und einwandfreie Qualität der Produkte und Dienstleistungen aus dem Lebenswerk verlassen. „Form und Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit bleiben unverändert“, ergänzt Springfeld. „Wir sind unseren Kunden und Geschäftspartnern für das jahrelange Vertrauen und die Partnerschaft sehr dankbar und freuen uns auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.“