
Um die genannten Ziele zu erreichen, nehmen wir jeden der zu uns kommt, so an wie er ist. Wir setzen beim momentanen Ist-Stand jedes Einzelnen an, benennen realistische Ziele und entwickeln uns den jeweiligen Möglichkeiten entsprechend weiter. Dabei stehen die Dinge des täglichen Lebens im Mittelpunkt.
Durch einen optimal organisierten Tagesablauf, einen methodisch durchdachten Wochenplan, eingebunden in den Jahresrhythmus versuchen wir gute Lernfelder zu schaffen. Einzelbetreuung/Einzelförderung und soziale Gruppenarbeit stehen dabei im Mittelpunkt unserer Arbeit. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns selbstverständlich.
Neben dem "Lernen" spielen auch der Spaß und die Freude am Leben eine ganz wichtige Rolle in unserem Haus. Wir spielen viel, treiben Sport und machen viele Spaziergänge und Ausflüge. Wir gehen in Kneipen, Cafe´s, gehen ins Kino und zu Konzerten. Wir fahren gemeinsam in Urlaub und lassen uns es manchmal einfach auch nur gut gehen. Auch hier lernen wir und kommen weiter. Maßstab für die päd. Arbeit ist die jeweilige individuelle Situation des Kindes oder des Jugendlichen.
Erziehung und Förderung setzt voraus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überlegt handeln, gemeinsam konkrete Zielsetzungen verfolgen und ihre Interventionen darauf abstimmen. Eine große Hilfe ist hierbei das gemeinsame Erstellen des Förderplanes und die konkreten Absprachen über das pädagogische Verhalten. Deshalb wird regelmäßig reflektiert und überprüft, ob das eigene Verhalten oder Handeln richtig ist.
Voraussetzung der Förderplanung ist eine sorgfältige Diagnose, die mit Hilfe von Anamnese, diagnostischen Verfahren und Verhaltensbeobachtungen erstellt wird. Spezielle Förderpläne werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig mit den Kindern und Jugendlichen zu tun haben, erstellt. Sie werden dabei vom psychologischen Fachdienst, den Therapeuten und den Lehrern im Rahmen einer vernetzten Förderplanung unterstützt.
Nach Möglichkeit werden auch die Eltern und die Jugendlichen selbst miteinbezogen. In regelmäßigen Abständen werden die Förder, und Risikopläne überdacht und fortgeführt.
Da bewusste Erziehung und Förderung voraussetzt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überlegt handeln, bewusste Zielsetzungen verfolgen und ihre Interventionen darauf abstimmen, beginnt die Zusammenarbeit mit der kleinsten Einheit – dem Gruppenteam. Hier wird die tägliche Arbeit besprochen, reflektiert, Informationen weitergegeben und geplant.
In einem ebenfalls festgelegten Rhythmus finden Erzieherteams statt, an denen auch die Gruppenleitungen und der Wohnheimleiter teilnehmen. Dies dient vor allem der aktuellen Problemerörterung, der Reflektion und der Beratung und der Organisation des Wohnheimablaufes. Die dort gemachten Beschlüsse werden in den Gruppenteams an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergegeben. So ist ein durchdachter geregelter Ablauf des Wohnheimlebens und der pädagogischen Arbeit gewährleistet.




















